Automobile manufacturing

Das Ende der Jobs

Der 4. Wirtschaftswandel unserer Zeit startet gerade

Unsere Gesellschaft entwickelt sich immer weiter, doch es gibt eine Theorie von Eli Goldratt, die Einschränkungen von Systemen untersucht. Demzufolge hat jedes System, auch jenes in den wir leben Beschränkungen, welche das sein können, erläutert folgendes Beispiel.

Nehmen wir an, du hast eine Fabrik mit 2 Fertigungslinien, die jeweils 100 Einheiten und eine Dritte die nur 50 Einheiten täglich herstellen kann. Die Dritte stellt also dein Fertigungslimit dar. An dieser Stelle muss optimiert werden.

Oder du hast ein tolles Produkt, dass aber niemand kennt. An dieser Stelle wird man die Verkaufszahlen mit einer Optimierung des Produktes nicht verbessern können. Hier muss die Marketingstrategie überarbeitet werden.

Große Änderungen

Laut Ron Davidson geschahen die letzten 3 großen Änderungen der westlichen Wirtschaft durch das Erreichen von Beschränkungen.

Im 14. Jahrhundert bestand die Landwirtschaft aus dem Land, dass man besaß. Nachdem die katholische Kirche sich einen Großteil des Landes annektiert hatte, kontrollierte sie die Wirtschaft. Demzufolge war Land das begrenzte Mittel. Das blieb noch bis zum 16. Jahrhundert so, bis Henry VIII als Oberhaupt der anglikanischen Kirche, das änderte.

Ein 4 Ochsen Pflug um ca. 1330

Im beginnenden Industriezeitalter des 17. Jahrhunderts waren Banker mächtiger als Könige. Sie verlagerten die Begrenzung vom Land hin zum Kapital. Sie zwangen Landbesitzer und den preußischen König Friedrich Wilhelm III sich bei ihnen Geld zu leihen. Unter anderen um seine Kriege zu finanzieren.

Gründung der Bank Of England 1694

Dann im 19. Jahrhundert gab es den dritten Wandel von der Kapitalwirtschaft hin zu der Wissenswirtschaft. Wissen, dass durch die neue Technologie angehäuft wurde, machte Firmen wie IBM extrem mächtig. Diese wurde offensichtlich, als sie 1975 eine Milliarde Anleihen zum Kauf anboten, obwohl ihre Banker von Morgan Stanley damit nicht einverstanden waren.

IBM Computer Raum in den 60er

Seit den 2000er gibt es ein Abschwächen der Wissenswirtschaft und ein langsames Aufblühen der Unternehmerwirtschaft. Warum ist das so?

Die Babyboomer brauchten nur Referenzen

Die Generation der Babyboomer (1945-1965) benötigten nur eine Ausbildung, um einen guten Job zu bekommen und finanziell so gut wie abgesichert zu sein. Nach dem WW2 boomte die Wirtschaft und die Wissenswirtschaft wurde langsam an ihre Grenze getrieben.

Im Zeitraum von 1948 bis 2000 wuchsen die Jobs 1,7x schneller als die amerikanische Bevölkerung. Die führte dazu, dass die Menschen der Babyboomer Generation nur einen Schulabschluss und die richtigen Referenzen haben mussten, um direkt einen Job zu bekommen

Mittelklasse Familie Mitte der 60er

Dies ändert sich aber seit den 2000ern. Ab jetzt wuchs die Bevölkerung 2,4x so schnell als die verfügbaren Jobs in der Wirtschaft. Das erklärt die Fülle an gut ausgebildeten arbeitslosen Absolventen der Hochschulen in den USA. Über die Hälfte der Absolventen haben entweder keinen Job oder einen, der unter ihrer Qualifikation und Bezahlung liegt.

Wissen ist nicht mehr das Limit

Das Ende der 9–5 Jobs und der Beginn einer Unternehmerkultur ist langsam am Horizont sichtbar. Das Interessante ist, dass seit den 80er Jahren “nicht Routine Jobs” am Ansteigen sind. Dies beinhaltet vor allem kreative und nicht vorhersehbare Arbeit und nicht andauernde wiederholende Arbeit. Unsere Wirtschaft wächst momentan am meisten durch Kreativität und Innovationen. Das bedeutet, das Kreativität das neue Limit darstellt und innovative Unternehmer die neuen Power-Player sind. Beispiele sind Airbnb, Facebook, Google & Netflix.

Wissensbasierte Arbeit ist in Gefahr

Neben dem Mangel an verfügbaren Arbeitsplätzen gibt es noch eine zweite Gefahr, und zwar das Auslagern von Arbeitsplätzen. Durch den weltweiten Anstieg der Bildung und die Vielzahl an akademischen Titeln passiert folgendes: sie verlieren an Wert!

Die weltweiten Hochschulabschlüsse stiegen von 2000 bis heute um 65 % auf 156 Millionen an.

Was bedeutet das? Nun ja, lass uns noch Skype / Videocalls & Screensharing dazu packen und schon haben wir qualifizierte Mitarbeiter von überall auf der Welt. Da zu einer höheren Ausbildung so gut wie immer auch Englisch zählt, fällt auch diese Sprachbarriere weg. Das wird dann besonders wichtig, wenn Firmen auf der Suche nach gering bezahlten, aber gut ausgebildeten Mitarbeitern sind.

Asian technical support team working night shift in call center office talking with customers in different time zone
Asiatischer Support Mitarbeiter

Zum Beispiel kostet ein englisch sprechender philippinischer Web Designer 700–1400 $ pro Jahr! Im Gegensatz kostet ein U.S. Webdesigner ungefähr 80.000 $ pro Jahr!

Auch Maschinen werden immer mehr die Arbeit der Fabrikarbeiter übernehmen. Und da ist es noch lange nicht vorbei, auch die wissensbasierten Jobs können ersetzt werden! Ein gutes Beispiel dafür ist Eventbrite. Dort werden Tickets für Veranstaltungen nur alleine durch Software verkauft!

Was tun?

Die moderne Technologie macht es uns heutzutage möglich, ein Business zu starten. Als Kleinunternehmer kann man aus einem weltweiten Talentpool zu schöpfen. So ist es möglich, seine eigene kleine Softwarefirma zu gründen und Programmierer aus der ganzen Welt preiswert engagieren. Die moderne Technologie hält somit eine Fülle neuer Möglichkeiten für uns bereit. Wenn wir bereit sind, uns darauf einzulassen und sie zu nutzen!

Wurden wir belogen?

Seit wir Kinder sind, wurde uns immer wieder gesagt, dass ein guter Job das Beste ist, was du haben kannst! Was aber, wenn diese Information nicht mehr stimmt?

child

Einen Job zu haben, bedeutet auf der anderen Seite auch, dass man sich einem sehr großen Risiko aussetzt. Eines dass außerhalb der eigenen Kontrolle liegt! In unserer heutigen Wirtschaft kann dein „sicheres“ Einkommen innerhalb weniger Monate weg sein! Es gibt zwar eine Arbeitslosenversicherung, diese deckt aber bei vielen gerade so die Lebenshaltungskosten. Somit bleibt keine Raum mehr zum „atmen“. Die Folgen sind auf jeden Fall für viele schlimm bis katastrophal.

Dein regelmäßiges Gehalt gibt dir ein falsches Gefühl von Sicherheit. Du kannst jederzeit durch eine billigere Arbeitskraft mit gleicher Qualifikation aus Indien oder Thailand ersetzt werden. Das geht noch nicht in allen Branchen, aber in vielen Bürojobs ist es durchaus denkbar.

Es ist eine harte Realität, wenn du erkennst, dass du dein ganzes Leben lang Regeln befolgt hast und du trotzdem nicht die Fähigkeit besitzt, dir wirkliche Optionen zu schaffen. Du bist wie der Truthahn, der jeden Tag abhängig davon ist gefüttert zu werden. Bis zu den Tag, an den er geschlachtet wird.

White Holland turkey in front of white background

Unternehmer wiederum kennen dieses Problem nicht, denn sie haben jeden Tag mit Problemen zu tun. Sie haben vielleicht nicht direkt einen Gewinn oder verdienen vielleicht anfangs überhaupt nichts, aber sie entwickeln Fähigkeiten und Systeme. Diese wiederum können sie immer wieder ändern und anpassen, wenn die Ergebnisse nicht ihren Erwartungen entsprechen.

Mit anderen Worten haben sie fast unendlich viele Variablen und eine Vielzahl von Möglichkeiten für Wachstum. Viele Unternehmer wären mit einem Wachstum von nur 20 % jährlich nicht zufrieden. Für Firmen ist so etwas aber nur schwer erreichbar, ohne die Mitarbeiter noch mehr „auszubeuten“.

Sagen wir mal du spielst Poker und es gibt nur noch eine Karte. Es würde dich 1000 $ kosten die letzte Karte zu sehen. Du weißt, es gibt eine 20 % Chance, dass du die 20.000 $ mit deinen Karten gewinnst. Wenn du jetzt die letzte Karte sehen wirst, hat sie den Wert von 4000 $, nämlich die 20 % von den 20.000 $. Du musst es nur oft genug machen und durch die Wahrscheinlichkeit wirst du gewinnen. Aus diesem Grund werden auch sehr viele Poker Spieler Unternehmer.

Heutzutage ist es für jeden möglich sein „Eigenes Ding“ zu starten. Egal, ob man Möbel baut oder ein Buch schreibt. Die größte Triebfeder, die diese Entwicklung ermöglicht ist das Internet. Vieles was man heute benötigt, um etwas Eigenes zu starten, bekommt man deutlich günstiger als noch vor einigen Jahren. Viele Dienste und auch Software sind heute als Service für kleines Geld buchbar. Man kann sich heute vieles einfach dann kaufen oder mieten, solange man es benötigt.

Verpflichtung vs. Sinn

Unsere Vorfahren jagten, um zu überleben, das aber änderte sich mit der Ackerwirtschaft. Ab da wurde die Arbeit zur Verpflichtung, da man ja mehr ernten musste, um den Rest zu verkaufen. In der industriellen Revolution tauschte man einen besseren Lebensstandard gegen eine immer wiederholende Routine im Job. Heutzutage übernehmen die Routine Aufgaben immer mehr Maschinen und Programme. Dies finde ich durchaus gut, denn diese Arbeit führt nur zu einer Verdummung und Depression der Menschen. Nichts davon hat mit Glück zu tun, wonach jeder im innersten strebt.

Der Ökonomist Dan Ariely machte eine Studie mit einer Gruppe von Arbeitern. Er gab ihnen eine fast unmögliche Aufgabe, die nur mit einer Formel zu lösen ist. Er gab jeder Untergruppe einen anderen Lohn. Der ersten Gruppe einen Tageslohn, der zweiten einen Wochenlohn und der dritten einen Monatslohn. Überraschenderweise wurde die Motivation geringer, umso höher die Belohnung war. Das führt zu folgender Schlussfolgerung:

Eine sinnvolle Tätigkeit motiviert uns mehr, also eine hohe Belohnung

Ein gutes Beispiel 2006, als Yahoo Facebook für 1 Milliarde $ kaufen wollte. Mark Zuckerberg hatte nicht einmal darüber nachgedacht zu verkaufen! Warum? Weil ihm die Arbeit bei Facebook mehr erfüllt, als 1 Milliarde Dollar!

Es ist an der Zeit, sich Gedanken über seine Tätigkeit zu machen. Wofür stehe ich auf? Mit welchen Gefühlen gehe ich zu Bett? Noch vor ca. 300 Jahren waren so gut wie alle Menschen in irgendeiner Art und Weise selbstständig. Daher auch der Name Müller, Schmid, Fischer usw. Alle haben etwas selbst produziert und verkauft. Es wird Zeit diesen Unternehmergeist wiederzuentdecken und das zu tun, wofür man auf der Welt ist. Wenn du noch nicht genau weißt, was das ist, dann ist das nicht schlimm. Mach dich aber dann jetzt auf die Suche!

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